Präventive Physiotherapie

Physiotherapie

Als Prävention (vom lateinischen praevenire „zuvorkommen, verhüten") bezeichnet man vorbeugende Maßnahmen, um ein unerwünschtes Ereignis oder eine unerwünschte Entwicklung zu vermeiden. Ganz allgemein kann der Begriff mit "vorausschauender Problemvermeidung" übersetzt werden. Es geht um Vorbeugung von Fehlhaltungen, Vermeidung von Berufskrankheiten und generellen Volkskrankheiten, die auf Fehl- oder Mangelbelastung beruhen.

Man unterscheidet:
1. Primärprävention erfolgt beim gesunden Menschen (Sport, Ernährung...)
2. Sekundärprävention erfolgt am Kranken im Frühstadium,
3. Tertiärprävention erfolgt zur Verhütung der Verschlimmerung einer Krankheit.

Präventive Physiotherapie ist vorallem in der Sekundär- und Tertiärprävention tätig, um schlimmere Folgen von Schmerzen und Problemen vorzubeugen, zu lindern und zu lösen.

Die Physiotherapie orientiert sich bei der Behandlung an den Beschwerden und den Funktions- bzw. Aktivitätseinschränkungen des Patienten, die in Form eines Befundes sichtbar gemacht werden. Sie nutzt primär manuelle Fertigkeiten des Therapeuten, gegebenenfalls ergänzt durch natürliche, physikalische Reize (z. B. Wärme, Kälte, Druck) und fördert die Eigenaktivität (koordinierte Muskelaktivität sowie die bewusste Wahrnehmung) des Patienten. Die Behandlung ist an die anatomischen und physiologischen, motivationalen und kognitiven Gegebenheiten des Patienten angepasst. Dabei zielt die Behandlung einerseits auf natürliche, physiologische Reaktionen des Organismus (z. B. Muskelaufbau und Stoffwechselanregung), andererseits auf ein verbessertes Verständnis der Funktionsweise des Organismus (Dysfunktionen/Ressourcen) und auf eigenverantwortlichen Umgang mit dem eigenen Körper ab. Das Ziel ist die Wiederherstellung, Erhaltung oder Förderung der Gesundheit und dabei sehr häufig die Schmerzreduktion. 

Natürlich ist neben der Prävention auch die Rehabilitation
• nach Unfällen/Verletzungen/Operationen
• bei orthopädischen Erkrankungen
• bei neurologischen, inneren, gynäkologischen Erkrankungen zur Wiederherstellung der natürlichen Beweglichkeit, Kraft, Ausdauer und Koordination des Patienten ein großer Bestandteil der therapeutischen Arbeit von Präventive Physiotherapie.